Es Geht! Anders!

Neue Formen der Weltgebetstagsgottesdienste im Süden des Bistums

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der diesjährige Weltgebetstag eine große Herausforderung für die verantwortlichen Frauen. Bereits in den Vorbereitungswerkstätten spielten die Überlegungen zu einem „Plan B“ eine große Rolle. Nach dem Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion „Es geht! Anders!“ fanden die Verantwortlichen mit viel Kreativität neue Möglichkeiten, den Weltgebetstag trotz der allgemeinen Kontaktbeschränkungen zu begehen.

Viele Gruppen werden den Gottesdienst unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen in der Kirche zu feiern. Manche übertragen die Feier gleichzeitig im Internet. In einigen Orten in Südniedersachsen läuten heute die Kirchenglocken und die Frauen werden dazu aufgerufen, am Fernsehgottesdienst teilzunehmen. Um dem Eindruck entgegenzuwirken, dass das Gemeinschaftsgefühl nicht spürbar ist, wenn jede Frau allein vor ihrem Fernseher sitzt, fanden die Seesener Frauen ein schönes Bild dafür: „Die Bewohner des Südsee-Staates Vanuatu, aus dem in diesem Jahr der Weltgebetstag kommt, leben verteilt auf 67 Inseln. Auch in Seesen wird er dieses Jahr auf hoffentlich vielen heimatlichen "Inseln" zu Hause gefeiert. Ganz bewusst mit dem Fernsehgottesdienst, in dem Wissen, dass wir alle "auf unseren Inseln" nicht allein sitzen, sondern damit ein Glied in der Seesener und der weltweiten Weltgebetstags-Kette bilden.“ Einige Gemeinden wie z.B. in Bodenwerder versorgten die Teilnehmerinnen vorher mit „Disasterfood-Paketen“, die Informationen zum WGT, die Gottesdienstordnung und kleine Leckereien enthalten. In Springe wurden eigens dafür Taschen genäht.

Andere Gruppen schmücken die Kirche, machen kleine und große Ausstellungen wie in Vienenburg. Dort werden heute Nachmittag verschiedenen Stationen angeboten, an denen sich die Besucherinnen über Vanuatu informieren können: über die Situation der Frauen, das Titelbild, den Bibeltext und das Thema Plastikmüll/Klima. Bilder und Musik laufen im Hintergrund und es gibt die Möglichkeit, Sandbilder zu malen.

Niemanden auszuschließen, das ist für Northeimer Frauen in diesem Jahr ein Ziel: „Ganz wichtig ist uns, dass alle Frauen, Kinder und Männer in der Gebetskette am 5. März 2021 dabei sein können. Niemand soll ausgeschlossen werden, weil sie Vor-Erkrankungen hat, Kindergarten- und Schulkinder zuhause betreuen muss oder keinen Computer, Laptop oder Tablet besitzt!“

Diese Beispiele zeigen wie kreativ Weltgebetstagsfrauen sind und wie wichtig ihnen die weltweite Verbundenheit ist. Und vielleicht ergeben sich aus diesen Erfahrungen für die Zukunft auch neue Kooperationen und bisher nicht bedachte Umsetzungsmöglichkeiten.